Ver­kaufs- und Lie­fer­be­din­gun­gen (AGBs)


I. Gel­tung

Un­se­re nach­fol­gen­den Ge­schäfts­be­din­gun­gen gel­ten aus­schließ­lich ge­gen­über Un­ter­neh­mern, ju­ris­ti­schen Per­so­nen des öf­fent­li­chen Rechts, Privatper­sonen so­wie öf­fent­lich-rech­tlichen Son­der­ver­mö­gen.


II. Ver­trags­schluss, Ver­trags­in­halt

  1. Un­se­re An­ge­bo­te, Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen un­ter­lie­gen aus­schließ­lich die­sen Ge­schäfts­be­dingun­gen. Ab­wei­chen­de Ge­schäfts­be­din­gun­gen des Kun­den wer­den nicht Ver­trags­in­halt. Spä­tes­tens mit Ent­ge­gen­nah­me der Auftragsbe­stätigung gel­ten un­se­re Ge­schäfts­be­din­gun­gen als an­genom­men.
  2. Un­se­re An­ge­bo­te ha­ben ma­xi­mal 30 Ta­ge Gül­tig­keit. Ver­trä­ge kom­men al­lein durch un­se­re schrift­li­che Auf­trags­be­stä­ti­gung oder durch Aus­füh­rung der Be­stel­lung zustan­de.
  3. Tech­ni­sche und ges­talte­ri­sche Ab­wei­chun­gen von Be­schrei­bun­gen und An­ga­ben in Pros­pek­ten, An­ge­bo­ten und schrift­li­chen Un­ter­la­gen so­wie Leis­tungs-, Kons­truk­tions- und Ma­te­ria­län­de­run­gen im Zu­ge tech­ni­schen Fort­schritts blei­ben vor­be­hal­ten, oh­ne dass der Kun­de dar­aus Rech­te her­lei­ten könn­te. An­ga­ben über un­se­re Pro­duk­te (tech­ni­sche Da­ten, Ma­ße u.a.) sind nur un­ge­fähr und an­nä­hernd; sie sind kei­ne ga­ran­tier­te Be­schaf­fen­heit, es sei denn, die Ga­ran­tie er­folgt aus­drück­lich und schrift­lich.
  4. An Mus­tern, Zeich­nun­gen, Kos­ten­vor­an­schlä­ge u.a. -auch in elekt­ro­ni­scher Form- be­hal­ten wir uns Ei­gen­tums- und Ur­he­ber­rech­te vor. Sie dür­fen oh­ne Ge­neh­mi­gung Drit­ten nicht zu­gän­glich ge­macht wer­den und sind auf Ver­lan­gen un­ver­züg­lich zu­rück­zu­ge­ben.

III. Prei­se, Zah­lun­gen

  1. Man­gels be­son­de­rer Ver­ein­ba­run­gen gel­ten die Prei­se ab Werk bzw. Aus­lie­fe­rungs­la­ger zzgl. gesetz­li­cher MwSt. In den Prei­sen sind nicht Ver­pa­ckungs-, Fracht- und Ent­la­dekosten ent­hal­ten. Be­rech­nungs­ba­sis ist je­weils un­se­re am Ver­sand­tag gül­ti­ge Preis­lis­te.
  2. Falls zwi­schen Ver­trags­schluss und Lie­fe­rung die gel­ten­den Prei­se un­se­rer Lie­fe­ranten oder sons­ti­ge auf un­se­ren Pro­duk­ten lie­gen­den Kos­ten stei­gen, sind wir be­rech­tigt, die ver­ein­bar­ten Prei­se an­ge­mes­sen zu er­hö­hen.
  3. Die Be­zah­lung der Wa­re er­folgt nach erforder­licher Bonitätsp­rüfung durch unsere Factoringge­sell­schaft auf Rechnung. Ist keine Bonitätsp­rüfung möglich, erfolgt die Bezahlung per Voraus­kasse oder bei Übergabe. Die­se muss schrift­lich ver­ein­bart wer­den. Die üb­ri­gen Zah­lun­gen sind spä­tes­tens 30 Ta­ge nach Fäl­lig­keit und Zu­gang der Rech­nung net­to zu leis­ten.
  4. Bei Zah­lungs­ver­zug sind wir vor­be­halt­lich wei­te­rer Rech­te und An­sprü­che be­rech­tigt, Ver­zugs­zinsen von 5% per An­no über dem Ba­sis­zins­satz der Eu­ro­päi­schen Zent­ral­bank zu be­rech­nen.
  5. So­fern von uns Schecks oder Wech­sel an­ge­nom­men wer­den, er­folgt die He­rein­nah­me nur zahlungs­halber. Wir über­neh­men kein­e Ge­währ für ei­ne recht­zei­ti­ge Vor­le­gung oder Pro­tes­ter­he­bung. Die Skont­spe­sen sind zu ver­gü­ten.
  6. Au­frech­nung und Zu­rück­be­hal­tungs­rech­te des Kun­den sind aus­ge­schlos­sen, es sei denn die Ge­gen­for­de­rung ist un­strei­tig und rechts­kräf­tig fest­ge­stellt.
  7. Stornierung: Wird eine Bestellung durch unsere Auftragsbe­stätigung bestätigt, später storniert, kann das kostenlos bis zu 5 Werkagen vor der Zusage des Lieferter­mines erfolgen. Wird die Stornierung aber durch Annah­mever­weigerung, Absage am selben Tag wie der Liefer­termin, oder bei Sonderbe­stel­lungen mit gewünschten Sonderum­bauten getätigt, werden mindestens 20% Stornokosten fällig.

IV Lie­fer­fris­ten

  1. Ver­ein­ba­run­gen über ei­ne ver­bind­li­che Lie­fer­zeit (Leis­tungs­zeit) müs­sen schrift­lich er­fol­gen. Un­se­re recht­zei­ti­ge Leis­tung setzt vo­raus, dass al­le kauf­män­ni­schen und tech­ni­schen Fra­gen zwischen dem Kun­den und uns ge­klärt sind und uns der Kun­de al­le Ihm ob­lie­gen­den Ver­pflich­tungen, wie et­wa Bei­brin­gung er­for­der­li­cher be­hörd­li­cher Ge­neh­mi­gun­gen oder An­zah­lun­gen, er­füllt hat.
  2. Un­se­re Lie­fer­zeit ist ein­ge­hal­ten, wenn un­ser Pro­dukt bis zum Ab­lauf die­ser Zeit das Werk bzw. das Aus­lie­fe­rungs­la­ger ver­las­sen hat oder wir Ab­hol- bzw. Ver­sand­be­reits­chaft an­ge­zeigt ha­ben.
  3. Ha­ben wir die Ver­zö­ge­rung nicht zu ver­tre­ten, wie z.B. bei Ener­gie­man­gel, Imp­ort­schwi­erig­keiten, Be­triebs- und Ver­kehrss­tö­run­gen, Streiks, hö­he­rer Ge­walt oder Ver­zö­ge­run­gen un­se­rer Lie­fe­ran­ten, ver­län­gert sich die Leis­tungs­zeit an­ge­mes­sen. Kön­nen wir auch nach an­ge­mes­sener Ver­län­ge­rung nicht leis­ten, sind so­wohl der Kun­de als auch wir zum Rück­tritt vom Ver­trag berech­tigt. Scha­den­er­satz­an­sprü­che des Kun­den sind aus­ge­schlos­sen.

V Ge­fah­rü­ber­gang, Ver­si­che­rung

  1. Die Ge­fahr geht auf den Kun­den über, so­bald das Pro­dukt un­ser Werk oder Aus­lie­fe­rungs­la­ger ver­las­sen hat. Das gilt auch dann, wenn wir wei­te­re Leis­tun­gen, wie ins­be­son­de­re Ver­sand­kosten oder An­lie­fe­rung, über­neh­men.
  2. Ver­zö­gern sich oder un­ter­blei­bt der Ver­sand in Fol­ge von Um­stän­den, die der Kun­de nicht zu ver­tre­ten hat, geht die Ge­fahr auf den Kun­den über, so­bald wir Ihm die Ver­sand­be­reits­chaft an­ge­zeigt ha­ben.
  3. Der Ver­sand ge­schieht auf Rech­nung und Ge­fahr des Käu­fers. Transport­schäden oder feh­len­de Packs­tü­cke sind des­halb so­fort bei An­lie­fe­rung dem Spe­di­teur an­zu­mel­den.

VI Ei­gen­tums­vor­be­halt

  1. Das von uns ge­lie­fer­te Pro­dukt bleibt bis zur voll­stän­di­gen Be­zah­lung un­ser Ei­gen­tum (Vor­behalts­wa­re).
  2. Wir sind be­rech­tigt, die Vor­be­halts­wa­re auf Kos­ten des Kun­den ge­gen Dieb­stahl, Bruch, Feu­er, Was­ser und sons­ti­ge Schä­den zu ver­si­chern, so­fern un­ser Kun­de nicht nach­weist, dass er ei­ne ent­spre­chen­de Ver­si­che­rung ab­ge­schlos­sen hat. Hier­durch tritt der Kun­de schon jetzt sämt­liche Ans­prü­che ge­gen die Ver­si­che­rung an uns ab.
  3. Ge­rät der Kun­de mit der Zah­lung oder ei­ner fäl­li­gen Teil­zah­lung ganz oder zu ei­nem er­heb­lichen Teil mehr als 10 Ta­ge in Ver­zug und ist ei­ne von uns ge­setz­te an­ge­mes­se­ne Zah­lungs­frist er­folg­los ver­stri­chen, kön­nen wir vom Kun­den He­raus­ga­be der Vor­be­halts­wa­re ver­lan­gen, auch oh­ne zu­vor den Rück­tritt vom Ver­trag er­klärt zu ha­ben. Glei­ches gilt, wenn über das Ver­mö­gen des Kun­den In­sol­venz­an­trag ge­stellt und nicht bin­nen 10 Ta­gen zu­rück­ge­nom­men wird. Kommt der Kun­de dem He­raus­ga­be­ver­lan­gen nicht nach, oder dro­hen Ver­lust oder Un­ter­gang der Vor­be­halts­wa­re, sind wir be­rech­tigt, die Vor­be­halts­wa­re in Be­sitz zu neh­men. Hier­zu dür­fen wir den Stand­ort der Vor­be­halts­wa­re be­tre­ten. Rück­nah­mekosten trägt der Kun­de. Zurückge­nommene Vor­be­haltsware dür­fen wir frei­hän­dig und best­mög­lich ver­wer­ten. So­weit der Er­lös uns­re ge­si­cher­te For­de­rung über­steigt, steht er dem Kun­den zu.

VII Män­gel­an­sprü­che (Ge­währ­leis­tung)

  1. Un­se­re Haf­tung er­streckt sich auf ei­ne dem Stand der Tech­nik ent­spre­chen­de Man­gel­frei­heit un­se­rer Pro­duk­te.
  2. Es gelten die gesetz­lichen Gewähr­leis­tungsbe­stim­mungen.
  3. Un­se­re Haf­tung ist aus­ge­schlos­sen:
    1. wenn un­se­re Pro­duk­te vom Kun­den oder Drit­ten nicht sach­ge­recht ge­la­gert, ein­ge­baut, in­ Be­trieb­ ge­nom­men oder ge­nutzt wer­den.
    2. Produkte, die dem normalem Verschleiß unter­liegen.
    3. bei nicht ord­nungs­ge­mä­ßer War­tung gemäß abge­stem­peltem Inspek­tions und Wartungsplan.
    4. bei Ver­wen­dung un­ge­eig­ne­ter Be­triebs­mit­tel.
    5. bei Schä­den, die durch Re­pa­ra­tu­ren oder son­stige Ar­bei­ten Drit­ter ent­ste­hen, die von uns nicht ausdrücklich genehmigt wurden.
  4. Der Kun­de hat das Pro­dukt un­ver­züg­lich nach Ein­gang zu un­ter­su­chen. Er­kenn­ba­re Män­gel sind uns in­ner­halb von ei­ner Wo­che nach Ein­gang des Pro­duk­tes oder -wenn sich der Man­gel erst spä­ter zeigt- in­ner­halb ei­ner Wo­che ab Ent­de­ckung an Haug+Luithle GmbH schrift­lich an­zu­zei­gen. Ge­schieht dies nicht, gilt das Pro­dukt als ge­neh­migt.
  5. Un­se­re ge­setz­li­che Haf­tung we­gen Män­gel ist auf die Nach­er­fül­lung be­schränkt, d.h. nach un­se­rer Wahl Man­gel­be­sei­ti­gung oder Er­satz­lie­fe­rung. Der Kun­de muss uns um­ge­hend ausrei­chend Ge­le­gen­heit zur Nach­er­fül­lung ge­ben; an­dern­falls sind wir von der Haf­tung für die dar­aus ent­ste­hen­den Fol­gen be­freit. Nur in drin­gen­den Fäl­len, et­wa zur Wah­rung der Be­triebssi­cher­heit oder zur Ab­wehr un­ver­hält­nis­mä­ßig gro­ßer Schä­den, darf der Kun­de den Man­gel selbst oder durch Drit­te be­sei­ti­gen las­sen und von uns Er­satz der er­for­der­li­chen Auf­wen­dun­gen ver­lan­gen. Die aus­ge­tausch­ten Tei­le muss der Kun­de in je­dem Fall an uns he­raus­ge­ben.
  6. Ist die Nach­er­fül­lung fehl­ge­schla­gen, ist der Kun­de be­rech­tigt, die Ge­gen­leis­tung zu min­dern oder -bei er­heb­li­chem Män­geln- vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten.
  7. Beim Ver­kauf ge­brauch­ter Pro­duk­te ist un­se­re Haf­tung grund­sätz­lich aus­ge­schlos­sen.
  8. Wei­ter­gehende An­sprü­che des Kun­den we­gen Män­geln als nach Maß­ga­be der Vor­ste­hen­den Zif­fern sind aus­ge­schlos­sen. Wir haf­ten des­halb nicht für Schä­den, die nicht am Pro­dukt selbst ent­stan­den sind, und nicht für sons­ti­ge Ver­mö­gens­schä­den des Kun­den.

VI­II Haf­tung

  1. Un­se­re Haf­tung, gleich aus wel­chem Rechts­grund, be­schränkt sich auf Vor­satz gro­be Fahr­lässig­keit.
  2. Sämt­li­che in die­sen Ge­schäfts­be­din­gun­gen auf­ge­führ­ten Haf­tungs­be­schrän­kun­gen gel­ten nicht:
    1. bei Vor­satz oder gro­ber Fahr­läs­sig­keit von uns oder un­se­rer Er­fül­lungs­ge­hil­fen,
    2. bei Per­so­nen­schä­den,
    3. bei Schä­den, die durch das Feh­len ei­ner Be­schaf­fen­heit ent­stan­den sind, die wir ga­ran­tiert ha­ben,
    4. bei An­sprü­chen aus dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz.

VIIII Rechts­wahl; Ge­richts­stand

  1. Es gilt das Recht der Bun­des­re­pub­lik Deutsch­land. Das UN-Kauf­recht ist aus­ge­schlos­sen.
  2. Ge­richts­stand im Ver­kehr mit Kauf­leu­ten ist Vai­hin­gen/Enz. Wir sind je­doch nach un­se­rer Wahl be­rech­tigt, am Sitz des Kun­den zu kla­gen.

X Schluss­be­stim­mun­gen

  1. Än­de­run­gen und Er­gän­zun­gen, Kün­di­gun­gen und Auf­he­bun­gen des Kauf­ver­trags be­dür­fen zu ih­rer Wirk­sam­keit der Schrift­form.
  2. Soll­ten ein­zel­ne Be­stim­mun­gen des Ver­tra­ges rechts­un­wirk­sam sein, wird hier­durch die Wirksamkeit der üb­ri­gen Ver­trags­be­stim­mun­gen nicht be­rührt. Un­wirk­sa­me Ver­trags­be­stim­mun­gen sind dann un­ter Wah­rung des Grund­sat­zes der Ver­trags­treue zu re­geln.